Newsnational Montag, 01.04.2019 |  Drucken

Islamischer Kulturverein Bochum wehrt sich gegen Kriminalisierung durch die AfD

ZMD-Landesvorsitzender Bouaissa begrüßt die klare Abgrenzung zum Extremismus der Bochumer und kritisiert die "Kontaktschuld-Taktik" mancher Islamkritiker als rechtswidrig

Die ZMD-Mitgliedsgemeinde in Islamischer Kulturverein Bochum e.V. wurde u.a. durch die AFD in die Nähe der Muslimbrüderschaft gerückt, obwohl sie nachweislich keinerlei Organisation, ausser dem ZMD, angehören und sich auch klar von jeglicher ideologischer oder politischer Nähe zu irgendwem distanzieren.


In der Stellungnahme des Islamischen Kulturzentrums Bochum hat diese erneut ihre klare Haltung und Abgrenzung zu allen radikalen Kräften untermauert:

„Wir distanzieren uns ausdrücklich von jedweder Ideologie bzw. politischer Einflussnahme. Wir stehen für einen Islam der Mitte und verurteilen jede Art von politisch oder religiös motiviertem Extremismus. Wir legen Wert auf die Tatsache, dass unsere Vereinsstatuten und Handlungen übereinstimmend mit dem deutschen Grundgesetz sind. Und wir unterstreichen die bejahende und konstruktive Haltung zur Verfassung in Übereinstimmung mit der islamischen Lehre.“


Samir Bouaissa, Vorsitzender des ZMD Landesverbands NRW begrüßte diese klare Distanzierung mit den Worten:  „Wir begrüßen die Stellungnahme des Islamischen Kulturzentrums Bochum, die erneut eine klare Abgrenzung zu allen radikalen Kräften macht und die von der AFD erhobenen Vorwürfe deutlich entkräftet.“ Entstanden seien diese Behauptungen so Bouaissa, „durch Unterstellung sogenannter Islamkritiker, die aus einem mutmaßlichen Kontakt zu umstrittenen Personen eine Schuld oder eine Gesinnung konstruieren versuchen.“ Sogenannte Islamkritiker  (hier getan die Biologin und selbsternannte "Islamismusexpertin" Sigrid Herman-Marschall, siehe auch Bericht) arbeiten inzwischen mit dieser -  bar jeglicher Rechtsstaatlichkeit und eines Beweises - Taktik vermehrt der AFD zu.

Bouaissa appelliert zudem an die zuständigen Behörden sich „durch dieses rechtstaatlich höchst zweifelhafte Vorgehen nicht weiter von der AfD treiben zu lassen und wie hier in Bochum jahrzehntelange gute sowie erfolgreiche Zusammenarbeit in der Kommune einfach über Bord zu werfen. Sowohl Gemeinden als auch Referenten sind ausschließlich an ihren Handlungen und Aktivitäten zu messen.“

Anbei WDR-Beitrag, in der Ahmad Aweimer die Hintergründe erläutert.




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