Newsinternational Montag, 19.08.2019 |  Drucken

Jordanien beruft israelischen Botschafter ein

Als Reaktion auf jüngste Konflikte am Jerusalemer Tempelberg hat Jordanien den israelischen Botschafter Amir Weissbrod einberufen.

Jordaniens Außenminister Said Losi kritisierte Israels Verhalten am Tempelberg als Provokation und "klare Verletzung" internationalen Rechts, wie örtliche Medien am Sonntagabend berichteten. Er rief Israel dazu auf, jedweden Versuch einzustellen, den historischen und rechtlichen Status Jerusalems zu verändern.

Das Ministerium verurteilte gegenüber Weissbrod die Aussagen von Israels Minister für öffentliche Sicherheit, Gilad Erdan, der ein Gebetsrecht für Juden am Tempelberg forderte. Das 4,4 Hektar große Areal sei ausschließlich für das Gebet von Muslimen bestimmt, so das jordanische Außenministerium in seiner Stellungnahme.

Bei Unruhen zu Beginn des islamischen Opferfests Eid al-Adha war es am 11. August am Tempelberg zu Unruhen und Zusammenstößen zwischen Muslimen und der israelischen Polizei gekommen. In diesem Jahr fiel das Opferfest mit dem jüdischen Fasten- und Trauertag Tischa Be'Av zusammen, an dem unter anderem der Zerstörung der beiden jüdischen Tempel gedacht wird.

Der Tempelberg ist für Juden, Muslime und Christen eine wichtige Heilige Stätte. Bis zur Zerstörung durch die Römer im Jahr 70 befand sich an dieser Stelle der jüdische Tempel, zentrales Heiligtum Israels. Zahlreiche biblische und religiöse Überlieferungen wie die Erschaffung Adams und Evas, die Opferung Isaaks oder aufseiten des Islam die Himmelsreise Mohammeds sind mit dem Ort verbunden. Der geltende Status Quo gestattet Nichtmuslimen den Besuch, das öffentliche Gebet ist auf dem Tempelberg Muslimen vorbehalten.




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